
Was ist der Eichenprozessionsspinner?
- Nicht die Raupe ist das Problem, sondern ihre Brennhaare.
- Ein Nest an Spielplatz, Schulweg oder Weide wartet nicht.
- Das Zeitfenster ist kurz. Es liegt meist zwischen Mai und Juli.
Ein unscheinbarer Falter mit einer unangenehmen Raupe
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter. Der Falter selbst ist grau, unauffällig und für niemanden ein Problem. Schwierig wird seine Raupe. Sie lebt in Gruppen an Eichen, frisst dort das Laub und zieht in langen Reihen hintereinander über Stamm und Äste. Diese Prozession hat der Art ihren Namen gegeben.
Am Stamm oder in einer Astgabel legen die Tiere Gespinstnester an, weißgrau und oft so groß wie ein Fußball. Dorthin ziehen sie sich zum Häuten zurück. Ein solches Nest ist das sichtbare Zeichen, dass gehandelt werden muss.
Warum die Brennhaare das eigentliche Problem sind
Ab dem dritten Larvenstadium bildet die Raupe feine Brennhaare aus. Eine einzelne Raupe trägt mehrere hunderttausend davon. Die Haare brechen leicht ab, sie tragen Widerhaken und ein Eiweiß, das die Haut reizt. Mit dem Wind legen sie eine beachtliche Strecke zurück, und sehen kann man sie dabei nicht.
Die Folgen reichen von Juckreiz und Quaddeln über gerötete Augen bis zu gereizten Atemwegen. Wer empfindlich reagiert, spürt deutlich mehr. Bei Beschwerden gehört das in ärztliche Hand und nicht in die Hausapotheke.
Mit dem Ende der Saison ist die Sache nicht erledigt. Die Haare bleiben in alten Nestern, in der Rinde und im Boden darunter über Jahre wirksam. Ein verlassenes Nest ist deshalb kein harmloses Andenken.
Wie lange die Saison dauert
Die Raupen schlüpfen im Frühjahr, sobald die Eiche austreibt. Bis in den Mai hinein sind sie noch ohne Brennhaare. Danach beginnt die kritische Zeit, die je nach Witterung bis in den Juli reicht. In dieser Spanne fallen die Nester am meisten auf und die Belastung ist am höchsten.
Das Zeitfenster für eine Behandlung ist deshalb kurz, und es verschiebt sich mit dem Wetter. Wer im Frühjahr Bescheid gibt, hat die Wahl. Wer im Juli anruft, bekommt eine Absaugung.
Wie die Nester wieder wegkommen
Zwei Wege sind üblich. Früh in der Saison lässt sich der Bestand mit einem biologischen Mittel behandeln, solange die Raupen noch keine Brennhaare tragen. Später bleibt das Absaugen. Das Nest wird samt Haaren mit Spezialgerät abgenommen, in geschlossenen Behältern abtransportiert und fachgerecht entsorgt. Wer das macht, trägt Vollschutz.
Von Hausmitteln, Abflammen oder dem Gartenschlauch ist dringend abzuraten. Sie verteilen die Haare nur weiter und machen aus einem Nest ein Problem für den ganzen Garten.
Hoch in der Krone kommt die Drohne ins Spiel. Sie erreicht Nester, an die man vom Boden aus schwer herankommt, und sie zeigt vorab, wie viele Nester überhaupt in einem Baum sitzen. Es ist dieselbe Technik wie bei der Agrardrohne, nur mit anderer Aufgabe. Melden Sie uns den Baum, dann sehen wir uns an, was er braucht.
Lassen Sie uns einmal auf Ihre Anlage schauen.
Ein kurzes Gespräch, ein Blick auf Anlage oder Dach, ein Festpreis. Bis dahin kostet Sie das nichts. Danach entscheiden Sie in Ruhe.
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